Stärken kennen – Stärken nutzen

Drei Fragen an Ulf Mittelstädt

Um die ProfilPASS-Community nicht nur aus einer, sondern aus ganz verschiedenen Blickwinkeln vorzustellen, stellen wir Beratenden, Multiplikator/-innen, Menschen in ProfilPASS-Dialogzentren und weiteren Beteiligten im ProfilPASS-System drei Fragen. Wenn auch Sie mit dem ProfilPASS zu tun haben und sich unseren Fragen stellen möchten, wenden Sie sich einfach unter dem Stichwort "Interviewreihe" an profilpass@wbv.de.

Der erste Interviewpartner im neuen Jahr ist Ulf Mittelstädt, umtriebiger Trainer, innovativer ProfilPASS-Multiplikator und ein Kopf des ProfilPASS-Dialogzentrums impuls DAS INSTITUT in Schwerin.

Herr Mittelstädt, wie haben Sie zum PP gefunden?

Der ProfilPASS ist mir zum ersten Mal 2013 begegnet. Meine Frau und ich haben bei einer Bildungseinrichtung gearbeitet. Dort gab es ein Projekt, in dem der ProfilPASS eingebettet war. Ich wusste nicht, was das ist und habe im Internet recherchiert. Zuerst war ich sehr skeptisch, weil ich den Sinn dieser Kompetenzerfassung nicht verstanden hatte. Warum brauchen Menschen einen Kompetenznachweis? Nachdem ich mich intensiver mit dieser Thematik beschäftigt hatte, war mir klar, dass der ProfilPASS mich in meiner Arbeit unterstützen kann. Als Trainer und Jobcoach in Maßnahmen der Aktivierung und beruflichen Eingliederung konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass für die Teilnehmenden an diesen Projekten der ProfilPASS eine gute Möglichkeit ist, um neue Perspektiven für den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden.

Gemeinsam mit meiner Frau habe ich Qualifizierungsangebote gesucht. Wir sind ins Saarland gefahren, um ProfilPASS-Berater zu werden. Dieser Schritt hat unseren weiteren Werdegang positiv beeinflusst.

Was ist ihr Lieblingsabschnitt im PP?

Mein Lieblingsabschnitt im blauen ProfilPASS ist das Tätigkeitsfeld „Hobbys und Interessen“. Dieses Thema kann jeder bedienen, jeder kann dazu etwas sagen. Sogar in einem Gruppencoaching ist es möglich, darüber offen zu sprechen. Meistens nutzen meine Teilnehmenden dieses Tätigkeitsfeld als erstes, um sich mit der Bearbeitung eines Tätigkeitsfeldes vertraut zu machen. Wenn dann die ersten Kompetenzen ermittelt wurden, ist die Motivation gegenüber der autobiografischen Arbeit mit dem ProfilPASS noch größer.

Und die Arbeit mit den Lebenslinien finde ich genial, weil sie eine leichte Reflektion des bisherigen Lebens (roter ProfilPASS) bzw. eine spannende Zielfindung (blauer ProfilPASS) ermöglichen. Die grafische Aufbereitung persönlicher Meilensteine wirkt viel intensiver als so manch geschriebener Text.

Hatten Sie ein bewegendes Erlebnis in der PP-Beratung?

Die ProfilPASS-Beratung ist für mich immer eine Reise in viele interessante Welten. Ich lerne zahlreiche Freizeitaktivitäten kennen, bekomme Einblicke in mir fremde Berufswelten und ich erfahre viel Neues über andere Kulturen. Damit erweitert sich mein Horizont und ich lerne selbst ständig dazu. Somit ist die Arbeit mit dem ProfilPASS für mich immer eine Bereicherung.

In meinen Beratungen begegne ich vielen Menschen, die auf der Suche nach einer beruflichen Tätigkeit neue Impulse benötigen. Eine Teilnehmerin, die in der Erwachsenenbildung tätig war, hatte den ProfilPASS für sich als Chance entdeckt. Einige Wochen nach dem Coaching traf ich sie wieder, diesmal hat sie an meiner Qualifizierung teilgenommen und ist mittlerweile erfolgreiche ProfilPASS-Beraterin. Ich bin sehr stolz darauf, auf diesem Weg eine neue Kollegin bekommen zu haben.



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